Chemilumineszenz Systeme

Die Chemilumineszenz ist eine hoch sensitive Technik. Die wohl bekannteste Chemilumineszenz-Reaktion ist die Oxidation von Luminol durch Wasserstoffperoxid in Gegenwart von Eisen- oder Manganionen, die in der Kriminalistik zur Sichtbarmachung von Blutspuren genutzt wird (der Blutfarbstoff Hämoglobin  enthält Fe2+-Ionen). Das oxidierte Luminol-Molekül dient dabei gleichzeitig als Sensibilisator.

Die Chemilumineszenz von 1,2-Dioxetanen findet in der Biochemie und in der medizinischen Diagnostik Anwendung. Durch sie ist man in der Lage, geringste Spuren von Enzymen bis hin zu einzelnen Molekülen sicher nachzuweisen.

Chemilumineszenz Systeme werden also genutzt, um bereits sehr kleine Probenmengen nachzuweisen. Hier kommen hoch sensitive CCD Kameras zum Einsatz, die selbst bei hohen Belichtungszeiten von bis zu 60 Minuten einen sehr geringen Rauschanteil liefern. Dies ist nötig, da selbst geringe Helligkeiten nachgewiesen werden müssen. Überlicherweise setzt man hier auf gekühlte CCD Kameras mit einem Dynamikbereich von 16 Bit. Dadurch können selbst feine Strukturen sehr gut aufgelöst werden. 

Chemilumineszenz Systeme sind aufgrund der hohen Kameraanforderungen immer noch sehr teuer. Einstiegssysteme liegen um die 20.000 €.

Chemilumineszenz Aufnahmen können mit einer speziellen 1D Auswertesoftware ausgewertet werden. Hierbei ist zu beachten, dass die Software den vollen Dynamikbereich von 16 Bit verarbeiten kann. Da in den meisten Fällen keine vollen 16 Bit Graustufen belegt werden (denn da wären ca. 65.000 Graustufen) muss die Software in der Lage sein, die Bilddaten anzuzeigen.

Moderne System belegen nämlich nur einen Teil der vollen 16 Bit Graustufen, da die Signale sehr schwach sind. Die 1D Auswertesoftware Software muss in der Lage sein, diesen Bereich sich aus der vollen 16 Bit Bandbreite zu „holen“ und anzuzeigen.

Da man in den meisten Fällen eine Quantifizierung der Bandenmengen anschließt, ist es wichtig, dass die Software auf der Basis der 16 Bit rechnet.