Auswertung von Western Blots

Western Blot, auch Immunblot (engl. Immunoblot) bezeichnet die Übertragung (engl. Blotting) von Proteinen, die anschließend über unterschiedliche Reaktionen nachgewiesen werden können,
auf eine Trägermembran. Die Übertragung kann auf unterschiedliche Weise durchgeführt werden: mittels Diffusion, Kapillarwirkung oder Elektrophorese. Anwendung findet der Western Blot
in der molekularbiologischen und medizinischen Forschung  sowie in der Diagnostik.

Die Bezeichnung des Blot-Verfahrens stammt vom englischen blot für Klecks oder Fleck und von engl. blotting paper für Löschpapier, bei dem auch ein identischer
Abdruck des Originals entsteht. Der Name Western Blot geht auf Edwin Southern, den Erfinder der Blotting-Technik zurück, der 1975 die Methode für die Auftrennung von
DNA-Fragmenten und nachfolgende Hybridisierung als Southern Blot eingeführt hat. In Anlehnung an seinen Namen wurde die entsprechende Auftrennung von RNA-Fragmenten
Northern Blot und das Proteinblotting als Western Blot bezeichnet. Einen Eastern Blot per se gibt es nicht, da es in der RNA/DNA/Protein-Familie keine weiteren Vertreter gibt.
Dennoch wird der Ausdruck „Eastern Blot“ für verschiedene Methoden in Anspruch genommen, z. B für das Blotten von Lipiden auf Membranen, den Transfer nativer Proteine aus
nichtdenaturierenden Gelen oder das Blotten von (sehr) kleinen Molekülen.